Dienstag, Dezember 06, 2011

Hue: Eindrücke

Die Nachtbusse sind durchaus bequem!







Erinnerungen an den Vietnamkrieg...

Die Tunnel von Vinh Moc sind Lebensraum und Gefechtsstation in einem.
Über sechs Jahre leben hier auf 3 Stockwerken über 200 Menschen. 17 Kinder werden geboren,
Schlafräume, Küchen, Krankenhaus und Kino spiegeln den zivilen Alltag wieder. 
Von der Küste her werden Waffen und Versorgungsgüter für die nordvietnamesischen Soldaten geschmuggelt, die sich gegen den Bombenhagel der Amerikaner erwehren.

Wer etwas mehr erfahrenmöchte: http://rabusche.de/Vietnam/dmz/frames_dmz.html





Kaiserpalast und...
...verbotene Stadt...
...in Hue

Sonntag, Dezember 04, 2011

Neue Blogeinträge

Liebe Leute,

wegen grosser Verwirrung möchten wir darauf hinweisen, dass neue Blogeinträge jeweils zu dem tatsächlichen Reisedatum eingestellt werden. Das heisst, dass neu geschriebene Einträge ggf. HINTER dem neuesten Datum zu finden sind. Also einfach mal ein bisschen runterscrollen oder rechts bei den Titeln schauen, was es denn Neues gibt!
Liebe Gruesse aus Vietnam!

Samstag, Dezember 03, 2011

Ninh Binh: Eindrücke


Wir kommen abends in dieser ziemlich verschlafen wirkenden Kleinstadt an und finden schnell ein günstiges Zimmer. Am nächsten Morgen gehen wir erstmal einen vietnamesischen Kaffee (sehr stark und mit süßer Kondensmilch, ähnlich wie der "Café Bonbón" in Spanien) trinken. Als wir nach Frühstück fragen, blickt uns die Bedienung nur unverständlich an...keine Kellnerin spricht auch nur ein Wort Englisch und die Karte ist auf vietnamesisch...endlich mal ein bißchen authentisches Vietnamfeeling :-) Unsere Kellnerin ist aber sehr freundlich und bemüht und fragt im ganzen Restaurant, ob nicht ein Gast Englisch spreche. Schließlich findet sich ein Mann, der uns erklärt, dass dieser Laden bisher nur Kaffee im Angebot hatte, ab heute aber auch Frühstück zubereite und dieses zur Einführung sogar gratis wäre! Also bekommen wir zu unserem Kaffee, der umgerechnet um die 30 Cent kostet, noch ein riesiges Frühstück dazu! Das Leben meint es mal wieder gut mit uns...!
Anschließend mieten wir uns Fahrräder und cruisen durch die Reisfelder. Die Kinder unterwegs schreien uns alle begeistert ein "Hello" entgegen und lachen uns an. Die Gegend ist teilweise noch sehr untouristisch und wir werden ein bißchen bestaunt. Wir machen eine Bootsfahrt in Trang An, was seit kurzem Weltkulturerbe ist, und fahren durch atemberaubende Felshöhlen, die teilweise so eng sind, dass wir uns ducken müssen, um durchzukommen. Danach geht es mit dem Fahrrad weiter. Zwischen Reisfeldern und steilen Bergen liegen die Reste der alten Hauptstadt Hoa Lu, die von 968 bis 1009 Machtzentrum des Landes war. Wir besichtigen die zwei Tempel und die Reste der Zitadelle, die noch erhalten sind. Anschließend wollen wir zur Mua Höhle, aber unsere Karte (vom Fahrradverleiher aufgekritzelt und nicht unbedingt maßstabgetreu) ist nicht sehr hilfreich, so dass wir uns in den kleinen vietnamesischen Dörfern durchfragen müssen. Obwohl niemand Englisch spricht, sind alle unheimlich hilfsbereit und erklären uns mit Händen und Füßen den Weg. Bei der Höhle angekommen ist es schon recht spät. Das hat den Vorteil, dass wir alleine auf den dazugehörigen Berg klettern und oben die ganze Aussicht samt Sonnenuntergang für uns haben! Bei der Rückfahrt nach Ninh Binh genieße ich den Fahrtwind im Gesicht und das Gefühl von Geschwindigkeit und absoluter Freiheit!









 









Donnerstag, Dezember 01, 2011

Tief durchatmen

Tief durchatmen, ruhig Blut, das haben auch schon einige vor dir geschafft. Ein letztes Gebet, eins, zwei, drei, Augen zu und durch! Das Wichtigste ist ein entschlossener Gesichtsausdruck und ein konstanter Gang. Nur nicht versuchen, irgendwie Rücksicht zu nehmen oder irgend etwas besonders toll zu machen. Einfach nur cool bleiben und langsam, aber bestimmt einen Schritt vor den anderen setzen.
Schon brausen links und rechts die ersten Maschinen an mir vorbei. Der Schweiß steht mir auf der Stirn, jetzt bloß nicht die Kontrolle verlieren. Weiter, entschlossener Blick und weiter. Die Motoren donnern mir in den Ohren und ich fühle mich wie eine lebendige Slalomstange, die akrobatisch, aber routiniert von einem Profiskifahrer geschnitten wird. Mit dem Unterschied, dass hier eben nicht ein Skispezialist die Piste herunterbrettert, sondern hunderte, ach was, gefühlte tausend Motorbikeartisten sich durch den Verkehr winden. Und mittendrin ich, wie eine Zielscheibe, bei der es darum geht, möglichst dicht heranzukommen, ohne sie letztendlich aber wirklich zu berühren. Ich fühle mich unwillkürlich an Schillers "Wilhelm Tell" erinnert, jedoch scheine ich anstatt einen Apfel auf dem Kopf eine ganze Jacke aus Äpfeln zu tragen. Wie aus der Armbrust geschossen fliegen die Motorpfeile haarscharf an mir vorbei, krümmen mir aber unerwarteterweise nicht eines davon. Ich kann's nicht glauben, denke jede Sekunde "Gleich erwischt es mich! Gleich erwischt es mich!", um dann wie aus Trance immer wieder verwundert aufzuwachen und festzustellen, dass ich doch noch am Leben bin. Ich schaffe es! Wenige Meter vor der Bordsteinkante macht sich langsam Optimismus breit, nur um mich ein letztes Mal um so tiefer in nackte Todesangst zu versetzen.
Der letzte Mofafahrer hupt mir freundlich zu (als Zeichen des Respekts für den mutigen Ausländer), um dann wie schon hunderte vor ihm wieder in die unendlichen Schlange des Verkehrs einzutauchen. Ich hab's geschafft! Tatsächlich habe ich also auch diese Straßenüberquerung wieder überlebt. Der Schweiß trocknet allmählich auf meiner Stirn und mein Puls nimmt langsam wieder Normalform an. Erleichtert nehme ich auf dem Stadtplan wieder die Orientierung auf. Mist, ich hab mich verguckt. Das gesuchte Hotel ist doch auf der anderen Straßenseite...



Hanoi: Eindrücke

So, ich hab hier mal eben ein Café aufgemacht und wander aus...

Eine von den wundervollen Hostelmitarbeitern ("Hanoi Hostel", wer in der Stadt ist, unbedingt hingehen!!!), die unseren Aufenthalt dort unvergesslich gemacht haben! Thanks again!
Mjam! (Wer sich fragt, was das ist: So sieht eine Kokosnuss mit Schale aus!)   
                           
Mango in Limetten-Chilli-Zucker-Sud mariniert     Fried Shrimps with Pineapple in sweet-sour-sauce


Water Puppet Theatre mit Live-Musik

Mit Helmut und Stefan, die wir im Hostel getroffen haben (wir schlafen im selben Dorm) bei leckerem Essen




Selbst in die engste Gasse passen noch unzählige Mopeds...


Han, die mich auf der Straße angesprochen hat und ein bißchen Konversation auf Englisch machen wollte.


Bett im Zehnerdorm, Stimmung wie auf früheren Klassenfahrten :-)
Die deutschen Männer bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: Bier trinken!


Frisches Essen auf kleinen Plastikstühlchen auf der Straße

Beim Probieren acht verschiedener Reisliköre

Essen kann man in Hanoi hervorragend!