Dienstag, September 13, 2011

Agra und Umgebung

Fatehpur Sikri

Fatehpur Sikri liegt 40 km von Agra entfernt und ist eine befestigte alte Stadt (einst die Hauptstadt des Mogulreichs), deren Paläste Kaiser Akbar für seine drei Lieblingsfrauen errichtete – eine war Hindu, eine Muslimin und eine Christin. Fatehpur Sikri gehört zum Weltkulturerbe und es gibt einen unterirdischen Tunnel, der angeblich bis zum 40 km entfernten Agra Fort führen soll.

 






Taj Mahal

Der Taj Mahal wurde vom indischen Dichter Rabindranath Tagore als "Träne auf der Wange der Ewigkeit" beschrieben, der britische Poet Rudyard Kipling bezeichnete ihn als "die Verkörperung alles Reinen" und sein Schöpfer, Kaiser Shah Jahan, sah "die Sonne und den Mond bei seinem Anblick weinen". Seine wahre Schönheit kann man allerdings nicht beschreiben, nur sehen...








Dies und das...

 Leckeres Thali, mjam!

 Kamelrikscha vor dem Taj Mahal

Auf unserer Dachterrasse im Hostel...




Indiens Dörfer werden schwarz in der Nacht

Wir fahren mit dem Tuk-Tuk durch die Nacht. Fast schleichend entwickelt sich um uns herum ein reges Treiben auf der Straße. Mofas, Motorräder, Fahrräder und vereinzelt auch das ein oder andere Ochsengespann leisten uns Gesellschaft auf unserem Weg durch die Nacht. Viele dieser Gefährte fahren ohne Licht, so dass wir mit lautem Gehupe durch die Dunkelheit fahren, um die vor uns liegenden Fahrzeuge auf uns aufmerksam zu machen. Der schon zur Gewohnheit gewordene indische Duftcocktail steigt uns in die Nase, und knapp vor unserem Tuk-Tuk trotten noch zwei Kühe  in „heiliger“ Seelenruhe über die Straße. Von den uns überholenden Motorrädern wird uns teilweise ein freundliches Lächeln, verbunden mit einem indischen „Heloh“ zugeworfen, häufiger   jedoch erahnen wir stumme Blicke, die uns von links und rechts aus der Dunkelheit begleiten. Das Dorf wird lauter, lebhafter und voller. Jedoch sehen können wir davon fast nichts. Wir spüren die Energie, die sich in der Luft breitmacht, können deren Zentrum aber nur erahnen. Geräusche und Gerüche veranstalten für uns ein famoses Schauspiel, deren Bebilderung aber der Phantasie in unseren Köpfen obliegt. Wir hören Stimmengewirr, Kinderrufe, Töpfe klappern, Mofas hupen Fahrräder quitschen, Hunde bellen und das Platschen von eilig durchwateten Schlammpfützen, die sich hier überall auf der lehmigen Straße gebildet haben. In unregelmäßigen Abständen werden wir von kleinen Rauchwolken verschluckt (die wir uns als eine Kombination aus Auspuffgasen und Kochstellen erklären), die das Schauspiel gewissermaßen in einzelne Szenen gliedern. Endlich können wir doch noch einige Kerzen ausfindig machen, die die Bewohner in ihren Verschlägen und Ständen aufgestellt haben. Ihr  Licht läßt uns schemenhaft hunderte von eilig bewegten Schatten erkennen. Das pralle Dorfleben spielt sich in diesem Moment vor uns neben uns und hinter uns auf der  Straße ab.
So glauben wir zumindest, denn sehen können wir davon fast nichts.

2 Kommentare:

  1. Die Kinder sind aber auch wirklich putzig. Da hätte ich auch nix dagegen, wenn sie sich ständig vor die Linse drängen. ^^

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  2. gaaanz tolle einblicke in eure reise!!! ich beneide euch sehr & bin gespannt auf berichte über eure 10 "stillen tage" :)

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