Dienstag, Mai 01, 2012

San Agustín

San Agustín, ein malerisches Städtchen in den grünen Hügeln zu Füßen der Anden, ist durch die zahlreichen mysteriösen Statuen und Felsskulpturen früherer Kulturen bekannt geworden, die heutzutage in verschiedenen Nationalparks besichtigt werden können.
Der Ort gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.



Die mit den einfachsten Werkzeugen erstellten Skulpturen stammen aus der Zeit 100 vor bis 1200 nach Christus. Über die Schöpfer ist nicht viel bekannt. Als die Spanier in die unwegsamen Gebiete der Anden vordrangen, waren die Tempel und Skulpturen längst von Gestrüpp und Moos überwuchert. Menschliche Figuren, wie bei alten peruanischen Kulturen mit kräftigen Raubtierreißzähnen versehen, sind aber sicherlich Darstellung von Gottheiten, höchstwahrscheinlich Götter eines Fruchtbarkeitskultes.

Eine der größten Figuren


 

Überall in der ganzen Gegend wurden Figuren gefunden!

Um die vierhundert Götter und mythische Tierfiguren finden sich auf beiden Seiten des Rio Magdalena bei San Agustin.

Kurze Pause, bevor es mit Figuren-Gucken weiter geht...




 Das Örtchen San Agustín:

 
Sonntags findet hier ein Ortsfest statt, bei dem die Kinder malen können, mit dem Fahrrad um die Wette fahren oder sich im Sackhüpfen messen können. Für`s Kinderfest wird unter großem Polizeiaufgebot die Straße abgesperrt und das Sackhüpfen bewacht :-)






Und auch hier finden wir mit unserem untrüglichen Gespür für gutes Essen die besten Restaurants :-)
Z.B. "El Tomate", ein vegetarisches Restaurant, das von dem Hamburger Ronald geführt wird, der vor zehn Jahren hierher ausgewandert ist. Zum Frühstück gibt es das, was die Deutschen auf Reisen am meisten vermissen: selbstgemachtes, ECHTES VOLLKORNBROT!!!

Frischer Hummus mit Pita-Brot


 Unser Hostel mitten in der Natur:




Hier ist nahezu jeden Tag Stromausfall, was wir eigentlich nicht weiter schlimm finden; im Gegenteil: es ist doch romantisch, bei Kerzenlicht zu essen und im Bett ein Buch zu lesen. Problematisch wird es allerdings am letzten Tag, da wir kein Geld mehr haben, um Hostel oder Bus zu bezahlen, und feststellen, dass bei Stromausfall ja auch der (einzige) Geldautomat nicht funktioniert. Und was jetzt? Die Columbianer meinen, dass wir eben so lange in San Agustín bleiben müssen, bis der Geldautomat wieder funktioniert... Zum Glück ist Nachmittags wieder Strom da und wir heben schnell was ab - gerade rechtzeitig; abends ist nämlich wieder Kerzenlicht angesagt :-)


San Agustín ist auch bekannt für die wunderschöne Natur mit tosenden Wasserfällen in der Umgebung, darunter der Salto de Muriño und Salto de Bordones, der größte Wasserfall Kolumbiens.



Die engste Stelle des Magdalena-Flusses


Fossilien im Felsgestein
Grün, grün, grün...

 

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